Diskriminierung bedeutet effektive Schlechterstellung. Schlechterstellung funktioniert durch Übergriffe und Ungleichbehandlungen. Effektiv wird die Schlechterstellung auf Basis einer vorhandenen Machtasymmetrie. Mobbing unterscheidet sich durch die Prozesshaftigkeit von Diskriminierung. Jede auch nur einmalige Schlechterstellung, die auf Basis einer ausgeprägten Machtasymmetrie Effektivität im Sinne von Dauerhaftigkeit erlangt, stellt eine Diskriminierung dar. Mobbing kann demgegenüber nie aus nur einer einzigen Angriffshandlung resultieren. Mobbing gewinnt an Effektivität durch die Fortsetzung der Angriffe. Nicht jede Angriffshandlung ist diskriminierend. Zur effektiven Schlechterstellung braucht es eine Machtasymmetrie, die im Mobbingprozess nicht von vornherein gegeben sein muss. Aus dem Mobbingprozess kann eine Machtasymmetrie entstehen, die wiederum die Basis dafür liefert, dass weitere Angriffshandlungen diskriminierenden Charakter haben.
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